nostalgie / Heimweh

Objekt / Installation / Soundcollage, 2014

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Reisen, ein wundervoller Zustand. Ein wichtiger Teil aller künstlerischer Inspiration basiert auf dem Reisen, dem Unterwegssein, dem Suchen und Finden des Anderen. Immer spielt die Sehnsucht eine große Rolle.

Woanders muss alles so viel besser, freier und spannender sein, meint man. Doch wie die Koffer mit dem Hab und Gut gehört das Heimweh als spannender Gegenpart mit zum Reisen. Die Installation „nostalgie // Heimweh“ von  Manuela Karin Knaut greift diesen Aspekt der kreativen Umtriebigkeit auf und beleuchtet auf höchst sensible Weise das Sehnen nach dem Daheim.

Konsequent setzt sie damit ihre Auseinandersetzung mit dem Thema „There´s no place like home“ fort, mit der sie in den vergangenen Jahren zahlreiche Installationen in unterschiedlichsten Ausstellungshäusern realisiert hat.

Briefe, deren Inhalte wir nur erahnen können, schweben scheinbar wie eine Erinnerung über einer uralten Schreibmaschine. Diese stammt, genau wie die aus alten Landkarten gefalteten Umschläge, aus einer Zeit, in der e-mails, SMS und andere elektronische Botschaften noch nicht einmal in der Fantasie der Menschen bestanden. Es waren vielmehr die handgeschriebenen, mit Liebe und Geduld geschriebenen Dokumente der Sehnsucht, des Heimwehs, die auf eine lange Reise gingen, bevor sie endlich in den Händen ihres Empfängers ankamen.

Wir ahnen die Tränen, wir spüren die Herzensenge, mit der diese Zeilen ihren Weg in die Welt fanden. „Nostalgie // Heimweh“ ist eine Installation, die Fragen aufwirft, Erinnerungen wachruft und die eigenen Gedanken spazieren führt. Durch den Kopfhörer, den sich Betrachter aufsetzen können, werden sie automatisch Teil einer intimen Situation, in der die Künstlerin Liebesgedichte aus der Litaratur sowie selbstverfasste Botschaften der Sehnsucht vorliest.

Wo Reisen stattfinden, ist das Heimweh nicht fern.

the old ladies / Licht- und Toninstallation 2014

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The old ladies. Blaue Nacht Nürnberg 2014

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Sie wurden gehegt, gepflegt, liebevoll abgestaubt und haben so manche gute Stube seit den 1950er Jahren ins rechte Licht gerückt. Geburtstage, Weihnachten, Alltage und Feiertage – sie waren eine feste Größe inmitten deutscher Gemütlichkeit. Doch die „old ladies“ waren weit mehr als nur schmückendes Beiwerk – sie haben Geschichte erlebt. Hört man ihnen gut zu, erfährt man so einiges. Vieles ist zum Schmunzeln, einiges zum Träumen, manches zum Weinen. Zum Nachdenken verführen sie ihre Besucher allemal, die „old ladies“.

„The old ladies“ ist eine Licht- und Toninstallation, die aus 40 lackierten und technisch veränderten Stehlampen besteht. Lautsprecher unter den Lampenschirmen erzählen aus den bewegten Lebensläufen alter Frauen, die zuvor von der Künstlerin in Einzelinterviews befragt wurden.

eswardochschön / Objekte

 

 

 

 

 

nomoresorrow / Installation